Zur Geschichte unseres Vereins
Die Vorgeschichte
Was kann der Ortsrat tun, wenn das alte Spritzenhaus mitten im Dorf zusehends verlottert?
Wenn der zuständige Beamte im Bauamt sich aber weigert, die fehlenden Dachpfannen zu ersetzen, Risse in der Außenhaut zu schließen und das alte Spritzenhaus mit einem neuen Anstrich zu versehen, obwohl die Freiwillige Feuerwehr Okel das Gebäude braucht?
Was kann der Ortsrat tun, wenn die Stadtbiologin auf dem Dorfplatz Achter Jürns Hoff statt einer gut gewachsenen Nordmanntanne eine wahre Krücke von Tanne pflanzen lässt, die zur Lachnummer des Dorfes wird? Was kann der Ortsrat tun, wenn die Infotafeln vor den Okeler historischen Gebäuden und Plätzen mit den Jahren unansehnlich geworden sind, die Stadt sich aber weigert, die Erneuerung zu bezahlen?
Er kann sich ärgern über die Sturheit mancher städtischer Beamter und weiter im Rathaus vorstellig werden, bis sich etwas bewegt.
Er könnte aber auch Spenden von den Okeler Bürgern erbitten und die oben genannten Missstände in Eigenregie beseitigen, was die Stadt natürlich begrüßen würde.
Beides kam für uns nicht infrage. Also überlegten wir, ob es vielleicht einen Weg gäbe, der es dem Ortsrat ermöglichen würde, statt als Bittsteller aufzutreten, Geld zu generieren für Projekte, die den Ort verschönern und den Bürgern zugute kommen würden?
Man müsste einen Verein haben, der solche Projekte umsetzen kann.
Das war im Frühjahr 2021.
Wie gründet man einen Verein?
Es dauerte über den Sommer, bis wir uns informiert hatten und so in etwa wussten, was wir wollten.
Wir wollten einen Verein, der für alle Okeler da sein sollte, für Jung und Alt, für in Not Geratene, für das Erscheinungsbild des Dorfes. „Wir für Okel“ sollte der Verein heißen. Der Name sollte die Ziele des Vereins widerspiegeln.
Im Herbst tagte der Vereinsrat, in dem alle Okeler Vereine gemeinsam tagen, wenn es gilt, den alljährlichen Budenzauber vorzubereiten. Das war die Plattform, um für unsere Idee zu werben.
Wir mussten die Vereinsvorstände für unsere Idee gewinnen, damit sie positiv über den neuen Verein sprechen würden. Gelänge das nicht, würde es wenig Zweck haben, die Gründung voranzutreiben.
Die Skepsis war zunächst groß bei den Vereinen. So recht konnten sie sich nicht vorstellen, wozu man in Okel noch einen Verein gründen sollte. Aber einen Versuch war es wert.
Darüber war sich der Vereinsrat einig. Einige erklärten sich am Ende bereit, an der Gründungsversammlung teilzunehmen. Damit war unser Ziel erreicht.
Über den Winter bereiteten wir die Gründung vor. Wir schrieben die Satzung und die Geschäftsordnung und waren uns einig, dass es das Einfachste wäre, zwei der künftigen Vorstandsmitglieder aus dem amtierenden Ortsrat zu nehmen und uns einen Schriftführer und einen Kassenwart hinzuzusuchen.
Das war aber nicht alles. Uns war klar, dass wir auch Mitglieder benötigen würden, die durch ihre Beiträge die gemeinnützige Tätigkeit des Vereins erst möglich machen würden.
Viele Mitglieder sollten es werden. Kleine Mitgliedsbeiträge sollten die Attraktivität der Mitgliedschaft erhöhen. So hofften wir wenigstens. Aber zunächst müssten alle Okeler informiert werden über unser Vorhaben.
Jetzt wurde es ernst.
Am 15.02.22 fand im Schützen- und Reiterhof eine Informationsveranstaltung zum neuen Okeler Verein für alle Okeler statt. 50 bis 60 Personen drängelten sich im Saal, auch die Presse war gekommen.
Einen neuen Verein sollte es geben. Das hatte alle neugierig gemacht.
Am Ende des Abends hatten wir ca. 50 Unterschriften für eine zukünftige Mitgliedschaft erreicht. Für den Anfang war das in Ordnung.
Die Gründungsversammlung fand ca. fünf Wochen später, am 21.03.22 im Nostalgiemuseum statt.
Der Verein wird offiziell
Die Bestätigung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt Syke erreichte uns am 04.04.22. Das Amtsgericht Walsrode bestätigte unsere Aufnahme in das Vereinsregister auf dem Registerblatt VR 201733 am 08.08.22.
Damit war die Gründung des Vereins „Wir für Okel“ offiziell und wir machten uns an die Arbeit.
Gez. Marlene Früchtenicht, 1. Vorsitzende von 2022 - 2024
